i-LASIK – individuelle LASIK

Was ist i-Lasik?

Der technologische Fortschritt im Bereich der Augenlaserchirurgie entwickelt sich sehr schnell. Bereits seit mehr als 10 Jahren wird das sogenannte LASIK Verfahren eingesetzt, um Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit zu korrigieren – und das mit großem Erfolg. Schon mehr als 20 Millionen Menschen haben sich einer LASIK-OP unterzogen. Und die eingesetzten Geräte und Technologien liefern immer präzisere und bessere Ergebnisse.

Die modernste Form der LASIK ist die sogenannte i-LASIK, wobei das kleine „i“ für „individuell“ steht.

 

Was genau verbirgt sich hinter der i-LASIK?

Die i-LASIK stellt eine Kombination verschiedener Technologien und Verfahren dar. Bei der i-LASIK wird die moderne Femto-LASIK mit der Wavefront-Technologie kombiniert.
Das Verfahren der i-LASIK besteht aus vier Schritten:

Schritt 1:

Zunächst werden die Augen des i LASIK-Patienten mit dem Wellenfront-Messgerät vermessen. Dieses Wellenfront-Messgerät wird auch als Aberrometer bezeichnet. Bei der Wellenfront-Analyse wird ein Lichtstrahl in das Auge gesendet. Mit Hilfe des durch das Auge und die Hornhaut reflektierten Lichtstrahls produziert das Wellenfront-Messgerät eine genaue, dreidimensionale Abbildung der optischen Aberrationen der Hornhaut. Diese optischen Aberrationen werden auch als Sehfehler höherer Ordnung bezeichnet, die mit den Standardverfahren beim Optiker oder Augenarzt nicht gemessen werden können.

Schritt 2:

Im zweiten Schritt der iLASIK geht es um die Präparation des Hornhaut-Flap (Hornhautscheibchen). Bei der klassischen LASIK (Laser in situ keratomileusis) wird bekanntlich der Hornhaut-Flap mit einem Präzisionsmesser geschnitten. Dieses winzige Messer wird auch als Mikrokeratom bezeichnet. Bei der i LASIK Methode kommt anstelle des Mikrokeratom der ultra-schnelle Femtosekunden-Laser zum Einsatz, um die dünne Hornhaut-Lamelle zu erstellen. Der Femtosekundenlaser bei der i LASIK sendet Laserstrahlen in einer zuvor berechneten Fokustiefe in das Gewebe der Hornhaut. Dort, im Inneren der Hornhaut, entlädt sich die Laserenergie und es werden Millionen von winzigen Gasbläschen produziert. Diese Gasbläschen schließen sich zusammen und trennen auf diese Weise das Hornhautgewebe. Das Resultat ist ein feiner Hornhaut-Flap von gleichmäßiger Dicke mit einem sauberen Schnittbett und glattem Rand.

Schritt 3:

Im dritten Schritt der i LASIK erfolgt die Korrektur mit dem Excimer-Laser. Der mit Hilfe des Excimer-Lasers präparierte Hornhaut-Flap wird nun durch den Augenlaserchirurg mit einem feinen Instrument hochgeklappt. Der Excimer-Laser kommt jetzt zur Anwendung, um winzige Schichten des Hornhaut-Gewebes abzutragen, mit dem Ziel der Korrektur des Brechfehlers des Auges. Das Besondere bei der i LASIK ist die Tatsache, dass der Hornhautabtrag auf der zuvor durchgeführten Wellenfront-Analyse basiert: An jeder Stelle der Hornhaut wird der spezifisch für diese Stelle bestimmte Brechkraftfehler korrigiert. Aus diesem Grund spricht man bei der i LASIK auch von der individuellen LASIK. Während der Behandlung mit dem Excimer-Laser verfolgen sogenannte Zielführungssysteme, oder Eye Tracker, das Auge und sind im Stande, auch geringste Augenbewegungen auszugleichen.

Schritt 4:

Im vierten und letzten Schritt der iLASIK wird abschließend der Hornhaut-Flap wieder zurück auf die Ausgangsposition geklappt. Der Flap saugt sich von selbst an und fungiert wie ein körpereigenes Pflaster auf der Hornhaut. In den ersten Stunden nach der iLASIK OP kann es vorkommen, dass das Auge brennt oder juckt und das Sehen ist noch verschwommen. In der Regel wird nach der iLASIK bereits am nächsten Tag ein Sehvermögen von 100% oder besser erzielt.

Für wen kommt die i-LASIK in Frage?

Bei einer Lasik Istanbul und Lasik Frankfurt wird die i LASIK eingesetzt, um Kurzsichtigkeit bis ca. -10 Dioptrien, Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) bis ca. 6 Dioptrien und Weitsichtigkeit bis ca. +6 Dioptrien zu korrigieren. Bei extremen Dioptrienstärken von z.B. -15 Dioptrien oder höher empfehlen wir die Implantation von künstlichen Linsen, wie z.B. Phake Linsen.
Abgesehen von der Stärke der Fehlsichtigkeit sind der Durchmesser der Pupille bei Dunkelheit sowie die Dicke der Hornhaut weitere wichtige Parameter, welche selbstverständlich im Rahmen einer umfangreichen Voruntersuchung vor Durchführung der iLASIK  in unseren Partner-Kliniken in Istanbul, Antalya und Frankfurt bestimmt werden.

Wer ist für eine i-LASIK nicht geeignet?

Nicht geeignet für eine i-LASIK sind Patienten unter dem 18. Lebensjahr, Patienten, deren Fehlsichtigkeit in den letzten Jahren nicht stabil gewesen ist und Patienten, die von folgenden Augenkrankheiten betroffen sind: Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), bestimmte Netzhauterkrankungen.

Ist eine Nachlaserung möglich?

Eine Nachlaserung nach einer i LASIK ist möglich. Je geringer die Fehlsichtigkeit vor der Operation ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass die erzielte Korrektur des Brechungsfehlers der Hornhaut mit Hilfe der i LASIK dauerhaft stabil ist. Eine Nachlaserung ist darüber hinaus abhängig von der bestehenden Restdicke der Hornhaut.

Was sind die Nebenwirkungen und Risiken einer i-LASIK Behandlung?

Durch die kritische Auswahl unserer Patienten und die individuelle Bestimmung der optimalen Behandlungsmethode sowie die Einhaltung internationaler Richtlinien und Qualitätsstandard reduzieren wir die Risiken bei der i-LASIK bereits im Vorfeld.
Die i-LASIK ist ein sehr sicheres und schonendes Verfahren. Diese Behandlungsmethode ist seit 1998 „wissenschaftlich“ anerkannt“. Studien zeigen, dass die LASIK sicherer ist als das Tragen von weichen Kontaktlinsen.
Infolge des Eingriffes ist die Sensibilität der Hornhaut etwas eingeschränkt. Deshalb kann es passieren, dass das Auge in der Zeit nach der Operation nicht mehr ausreichend Tränenflüssigkeit bildet, um die Hornhaut zu benetzen und feucht zu halten. Diese Symptomatik wird auch als „Trockene Augen“ bezeichnet. Bemerkbar machen sich trockene Augen durch ein Druckgefühl in den Augen und durch Schwankungen der Sehschärfe. Diese Nebenwirkun der trockenen Augen sollte nicht unterschätzt werden und kann bis zu 3-6 Monaten andauern. Eine wirksame Therapie von trockenen Augen sind die regelmässige Einnahme von künstlichen Augentränen.

Tagsüber als auch bei Dunkelheit kann es vorkommen, dass das Auge gegenüber Blendungen vorübergehend empfindlich reagiert. Diese Empfindlichkeit kann mehrere Wochen anhalten. Begleiterscheinungen sind zudem die Wahrnehmung von Halos, einer reduzierten Sehschärfe bei Dämmerung und Blendungserscheinungen. In der Regel verschiedet diese Symptomatik von alleine. Bei Patienten mit einer Fehlsichtigkeit von über -5 Dioptrien und bei weitsichtigen Patienten sind diese Symptome häufiger zu beobachten.

Nach Anwendung des Femtosekunden-Lasers kann es unter Umständen zu einer temporären Lichtempfindlichkeit (TLS, transient light sensitivity) kommen, welche sich innerhalb von wenigen Wochen zurückbildet.

Kleine Zellen des Hornhaut-Epithels, welches die Hornhaut bedeckt, können unter den Flap geraten. Dies passiert in weniger als 1 Prozent der Fälle. Die Zellen können anfangen zu wachsen und bilden eine winzige Schicht unter dem Flap, was die Sehkraft beeinträchtigt. Die Epitheleinwachsungen sind in aller Regel sehr leicht zu entfernen, indem der Flap angehoben und die winzige Epithel-Schicht entfernt wird.

Wenn der Flap nach der LASIK-Operation wieder zurücklegt wird, so kann eine Faltenbildung entstehen, welche zum Zeitpunkt der Behandlung leicht zu identifizieren und zu korrigieren ist, indem der Flap neu aufgelegt wird. Jedoch kann in seltenen Fällen auch in den ersten Stunden nach der Operation eine Faltenbildung entstehen. Falten entstehen vermutlich dann, wenn der Patient versehentlich feste seine Augen reibt. Die Sehkraft beeinträchtigende Falten entstehen in weniger als 1 Prozent der Fälle. Wenn Falten entstehen sollten, wir der Patient zurück in das Augenlaser-Zentrum genommen. Dort wird der Flap neu angehoben und die Falten geglättet. Diese Prozedur wird, falls erforderlich, wiederholt.

In einigen Fällen kann es zu Unter- oder Überkorrekturen kommen. Diese sind in der Regel auf Schwankungen des Heilungsvorgangs oder der Gewebebeschaffenheit zurückzuführen und können meist durch eine Nachlaserung behoben werden.

Bei jedem operativen Eingriff kann eine Infektion entstehen. Eine Infektion nach einer LASIK-Operation kann möglicherweise in einer Vernarbung der Hornhaut resultieren. Eintretende Infektionen bei einer LASIK Operation sind so selten, dass es schwer ist, sie statistisch zu ermitteln. Aus diesem Grund werden dem Patienten starke antibiotische Augentropfen gegeben. Und es ist wichtig, dass Sie Ihre Augentropfen regelmäßig und sorgfältig anwenden.

Durch die LASIK OP wird der Patient normalsichtig. Das hat zur Folge, dass Sie ab. Ca. Mitte 40, wie jeder Normalsichtige, eine Lesebrille benötigen werden.